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Der Bürgermeister hält die Leiter

Donnerstag, 29. März 2012 20:28

Als am Dienstag zwei Mitglieder des Fördervereins, nämlich der Geschäftsführer Thomas Möllenberg und der Kassierer Martin Wiedersprecher ihr berufliches Werkzeug (Kugelschreiber und Locher) gegen eine Schlagbohrmaschine, Hammer  und  Schraubendreher eintauschten, war Bürgermeister Wiggenhagen sofort bereit, aktiv mit anzupacken.

Das Team hatte sich vorgenommen, neue Werbetafeln für die demnächst stattfindende Reihe „Talk am Gleis“, die der Förderverein in Kooperation mit Radio Ennepe Ruhr durchführen wird, sowohl am Bahnhofsgebäude, als auch im Bereich des Industriemuseums anzubringen. Da hierzu unter anderem auch das Dach des Bahnhofsgebäudes bestiegen werden musste, wurde die hilfreiche Hand des Bürgermeisters gerne in Anspruch genommen. Wilhelm Wiggenhagen  übernahm in bewährter Manier die Aufgabe, darauf zu achten, dass das Besteigen der Leiter zu keinem außergewöhnlichen Wagnis wurde.

Herr Bürgermeister! Sie halten dem Verein „nicht nur die Stange“, sondern jetzt auch die Leiter. Was soll da noch passieren. Vielen Dank.

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Interview mit dem Geschäftsführer des Fördervereins Denkmal Bahnhof Ennepetal Thomas Möllenberg

Donnerstag, 9. Februar 2012 19:28

Guten Tag, Herr Möllenberg!
Wie kommt es, dass Sie sich für diesen alten Bahnhof interessieren und in dem Förderverein zum Erhalt mitarbeiten?

T.Möllenberg:
„Schon seit Jahren bin ich beruflich mit dem Thema Denkmalschutz beschäftigt und zur Zeit auch der Denkmalschutzbeauftragte der Stadt Ennepetal. Ich vertrete somit die Untere Denkmalbehörde. Gerade unser Bahnhof hier in Ennepetal „hat es mir angetan“ und nachdem nunmehr der Haltepunkt von der DB wieder attraktiv gestaltet wurde, will ich dazu beitragen, auch diesem Gebäude wieder Leben einzuhauchen“.

Was verstehen Sie unter dem Begriff „Leben einhauchen“?
T.Möllenberg:
„Das fängt schon bei ganz banalen Dingen an, wie einer zumutbaren öffentlichen Toilette, einem Taxistand vor der Tür oder einem Kiosk, an dem man morgens einen Kaffee to go oder auch ein belegtes Brötchen kaufen kann. All das hat es Jahrzehnte hier nicht gegeben und ich finde, dass die zahlreichen Bahnreisenden darauf ein Anrecht haben“.

Aber Sie haben noch mehr vor, wie ich den heimischen Medien entnommen habe!
T.Möllenberg:
„Ja! Das Gebäude ist zu schade, um es nicht noch intensiver zu nutzen. Aktuell haben wir mit Hilfe des morbiden Charmes des Gebäudes eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen mit dem Titel „Kultur am Gleis“. Die ersten musikalischen Acts liegen hinter uns – übrigens mit einem guten Erfolg – und im März bieten wir unserem Publikum eine szenische Lesung mit einem heimischen Schriftsteller, Uwe Schumacher an“.

Werden sie denn bei Ihren Bemühungen auch unterstützt?
T.Möllenberg:
„Das Gebäude war in einem furchtbaren Zustand und ich bedanke mich ausdrücklich bei den zahlreichen Firmen und Handwerkern, die kostenlos mit angepackt haben, um den Bahnhof erst einmal wenigstens begehbar zu machen. Näheres kann man unserer Homepage www.bahnhof-ennepetal.de entnehmen. Aber auch bei unserem Kulturprogramm finden wir zahlreiche Unterstützung. Es gibt ebenso Künstler, die für ein „schmales Salär“ auftreten, wie Licht- und Tontechnik Ausstatter, die unseren „schmalen Geldbeutel“ kennen“.

Und demnächst kommen Sie auch ins Radio !!
T.Möllenberg:
„Ja, das ist richtig. Der heimische Sender „Radio Ennepe-Ruhr“ und sein rühriger Chefredakteur Tom Hoppe haben unsere Idee aufgegriffen, so etwas Ähnliches wie „Bio`s Bahnhof“ auf die Beine zu stellen. Wenn auch nicht im Fernsehen, so wird der Ennepetaler Bahnhof aber ab April regelmäßig zum Treffpunkt für verschiedene – hoffentlich hochkarätige – Gäste, mit denen Tom Hoppe über dies und das plaudert. Und alles geht immer ab 19.00 Uhr für zwei Stunden über den Sender“.

Wie sehen Ihre Zukunftsplanungen aus ?
T.Möllenberg:
„Mit Hilfe des Büros Startklar aus Dortmund wollen wir das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr überzeugen, uns finanzielle Mittel aus dem Landesprogramm „Initiative ergreifen“ zukommen zu lassen. Denn wir wollen wirklich die Initiative für unseren Bahnhof ergreifen und hoffen, dass das bürgerschaftliche Engagement des Fördervereins anerkannt und entsprechend unterstützt wird“.

Wann ist das denn so weit ?
T.Möllenberg:
„Unsere Planungen laufen darauf hinaus, im Verlaufe des nächsten Jahres den entsprechenden Antrag zu stellen. Bis dahin zeigen wir den Ennepetalern, dass wir durch Veranstaltungen im Provisorium demonstrieren wollen, wie viel uns am Erhalt des Bahnhofs liegt.
Heute Morgen habe ich einen netten Spruch gelesen, den ich – ein wenig abgewandelt- auch für unser Projekt verwenden möchte: „Ein Leben ohne den Bahnhof in Ennepetal ist zwar möglich, ……aber dann fehlt was!“.

Eine letzte Frage. Warum laden Sie Ihre Mitglieder zum 163. Geburtstag ein?
T.Möllenberg:
„An diesem 9. März haben wir bewusst eine Mitgliederversammlung einberufen, weil exakt am 9. März 1849 der erste Reisende am Bahnhof Ennepetal an der Stammstrecke der Bergisch Märkischen Eisenbahn eingestiegen ist. Das Bahnhofsgebäude wurde also an diesem Tag eingeweiht und wir wollen daran erinnern. 163 Jahre rechtfertigen es allemal, dass man sich um das Gebäude kümmert und wir werden immer darauf hinweisen, dass unser Empfangsgebäude als eines der ältesten seiner Art in Nordrhein – Westfalen gilt“.

Vielen Dank Herr Möllenberg.

Das Interview führte Michael Däumig
Ennepetal, 09. Februar 2012

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Besuch von Oliver Wittke

Mittwoch, 20. Juli 2011 19:57

Oliver Wittke, Generalsekretär der NRW-CDU besuchte auf Einladung der CDU Ennepetal und in Zusammenarbeit mit der CDU Gevelsberg die Stadt Ennepetal. Er wollte sich vor Ort über ehrenamtliche Aktivitäten informieren und durch seinen Besuch, die Wichtigkeit solcher Engagements hervor heben. Er hält das Ehrenamt für einen unverzichtbaren Teil gesellschaftlichen Lebens.
Er nahm den Bahnhof in Augenschein, unterhielt sich mit Mitgliedern des Förderverein Bahnhof und nahm aus der Hand von Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen ein Andenken in Empfang. Anschließend fuhr er, den Bürgerbus selbst lenkend, vom Bahnhof zum Industriemuseum und ließ sich dort das Projekt Industriemuseum Ennepetal von Prof. Dr. Reinhard Döpp im Beisein von MdB Dr. Ralf Brauksiepe erklären und Ausstellungsstücke zeigen.  Beeindruckt war Wittke insgesamt von dem ehrenamtlichen Engagement, das in diesen drei Projekten in Ennepetal zum Ausdruck kommt.

Fotos: I.Rumpler

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Unser Dank an Handwerker und Sponsoren

Donnerstag, 7. Juli 2011 17:58

Der Verein wächst und wächst…

Die Tatsache, dass dem Förderverein Denkmal Bahnhof mittlerweile über 100 Mitglieder angehören, ist erfreulich, rechtfertigt aber nicht, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Denn die 2500 Unterschriften, die in kürzester Zeit für den Erhalt und die weitere Verwendung des Bahnhofsgebäudes gesammelt wurden, sind uns Verpflichtung genug, den eingeschlagenen Weg – auch oder gerade gegen vereinzelte Widerstände (und die Betonung liegt hierbei auf dem Wort vereinzelt) – weiter zu beschreiten. Letztlich kommt es auf ein vernünftiges Ergebnis an und die sachliche Überwindung unterschiedlicher Auffassungen auf dem „Weg dort hin“.

Am Dienstag, 12. Juli 2011, werden wir uns – wie angekündigt -, bei den Pendlern, die im Dezember Ihre Unterschrift abgegeben hatten, für Ihr Engagement mit einem „Kaffee to go“ bedanken. Und wer Augen hat zu sehen, der wird feststellen, dass unser Projekt Fortschritte macht. Wir werden das Ziel erreichen, auch oder gerade, weil hierzu Geduld und ein langer Atem erforderlich sind.

Unser Dank gilt aber auch noch einmal den Handwerkern und anderen Sponsoren, die uns in den letzten Wochen durch Sach- oder Geldspenden deutlich gemacht haben, dass wir hier nicht alleine stehen und auf Unterstützung setzen können. Diese Sponsoren finden sie unter der Rubrik „Förderverein/Sponsoren“ auf dieser Homepage und wir hoffen, dass sich nach und nach deren Zahl noch weiter erhöht.

Wir werden mit dem Büro Startklar weiter daran arbeiten, dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr deutlich zu machen, dass sich eine Förderung zum Erhalt unseres Bahnhofs wirklich lohnt.

Wir sind zwar grundsätzlich zu Diskussionen mit Jedem bereit, aber:
Vom Abriss wird uns niemand überzeugen können!

 

Michael Däumig

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